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Cannabinoide und Auto fahren – ist das zulässig?

Alkohol-, sucht- oder arzneimittelabhängige Personen sowie Personen, die den Konsum dieser Mittel nicht so weit einschränken können, dass sie beim Lenken eines Kraftfahrzeuges nicht beeinträchtigt sind, dürfen kein Kraftfahrzeug bedienen. Wird einem Patienten allerdings aus medizinisch-therapeutischen Gründen ein Suchtmittel verschrieben, sieht die Rechtslage anders aus. Autofahren ist in einem solchen Fall grundsätzlich zulässig, entscheidend dafür ist eine gute Medikamenteneinstellung des Patienten, die keine wesentliche negative Beeinflussung auf den Allgemeinzustand hat.

Zu Beginn einer Therapie mit Cannabinoiden sowie bei einer Dosissteigerung wird das Autofahren ausgeschlossen, da in dieser Phase die wirksame Dosis erst patientenindividuell gefunden werden muss, und es hier bei einigen Cannabinoiden zu einer möglichen Beeinträchtigung des Bewusstseinszustandes kommen kann. Die Dosisfindung dauert in der Regel 1-3 Wochen, sobald ein Patient stabil eingestellt ist und seine physischen und psychischen Fähigkeiten es zulassen, ist das Lenken eines Kraftfahrzeuges nach einer befürwortenden fachärztlichen Stellungnahme möglich.

 

Quelle:
abgerufen am 03.10.2018

FSG-GV Alkohol, Sucht- und Arzneimittel, Berücksichtigter Stand der Gesetzgebung: 30.07.2018

Schmerznachrichten Nr 2b I 2017 ISSN 2076-7625 Positionspapier der ÖSG zum klinischen Einsatz von Cannabinoiden in der Schmerztherapie

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