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Geriatrie – entgegen der Abwärtsspirale im Alter

Während junge Menschen Operationen, Infekte oder Stürze leicht wegstecken und diese schneller auskurieren, werfen diese ältere Personen leicht aus der Bahn. Medizinisch scheint alles verheilt, die Entzündung abgeklungen, doch die Patienten kommen trotzdem nicht auf die Beine. Grund dafür ist eine schwindende Reservekapazität im Alter. Bereits ein kleines Gebrechen kann die Abwärtsspirale auslösen, und am Ende finden sich Senioren in der Situation, die sie am meisten befürchten: nicht mehr selbständig leben zu können.

Die Geriatrie oder auch Altersmedizin wirkt diesem Negativtrend entgegen. Sie befasst sich mit körperlichen, geistigen, funktionalen und sozialen Aspekten in der Versorgung akuter und chronischer Erkrankungen, Rehabilitation und Prävention alter Patienten und Patientinnen sowie deren spezielle Situation am Lebensende.

Die Mehrheit der betroffenen Patienten, die von der geriatrischen Medizin profitieren, gehören der Altersgruppe der über 80-Jährigen an. Charakteristisch für diese Patientengruppe ist eine hohe Gebrechlichkeit und Multimorbidität, weshalb es eines ganzheitlichen Ansatzes und oftmals eines konkreten Pflegekonzepts bedarf. Häufig nehmen Krankheiten im Alter ein verändertes Erscheinungsbild an, weshalb sie schwerer zu diagnostizieren sind. Therapieerfolge treten bei geriatrischen Patienten verzögert ein, darüber hinaus ist die soziale Unterstützung ein wesentlicher Aspekt für den Therapieerfolg. Die Behandlung in interdisziplinären Teams verbessert die Lebensqualität der älteren Patienten und fördert deren Autonomie. So etwa lässt sich die Pflegebedürftigkeit vermeiden, hinauszögern oder reduzieren.

Für die Einschätzung der Patienten kommen häufig geriatrische Tests und Fragebögen zur Anwendung. Hierbei werden Fragen zu alltäglichen Situationen wie „Klappt es mit dem Zähneputzen? Wie sieht es mit Treppen steigen aus?“ gestellt. Mit Hilfe dieser Tests lässt sich die Sturzgefahr und andere Risiken besser einschätzen. Auch wenn es für geriatrische Patienten einen schulmäßigen Eindruck macht, können Ärzte dadurch sehr wertvolle Informationen gewinnen.

Die Gerontologie, auch Alters- oder Alternswissenschaft beschäftigt sich mit dem älter werden und der damit verbundenen Phänomenen und Probleme. Die Fachbereiche Geriatrie und Gerontopsychiatrie sind mit der Gerontologie eng verknüpft.


Quellen:
abgerufen am 17.10.2018

https://www.senioren-ratgeber.de/Gesundheit/Geriatrie-Was-die-Altersmedizin-leistet-534687.html
https://www.dggeriatrie.de/nachwuchs/91-was-ist-geriatrie.html

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